Jüdische Kultusgemeinde Fürth



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Juden in Fürth:

Erste jüdische Einwohner gab es in Fürth ab 1440. Im 17. Jahrhundert gab es eine Gemeinde-Talmudschule, die ein hohes Ansehen genoss. 1617 wurde eine Synagoge errichtet und 1653 das erste jüdische Krankenhaus Deutschlands. 1670 wurden viele Juden aus Wien aufgenommen, so dass es 1716 etwa 400 jüdische Familien in der Stadt gab. 1807 betrug der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung 19 Prozent. 1824 wurde die Talmudschule durch die bayerischen Behörden geschlossen. 1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule.
Die höchste Zahl jüdischer Bürger wurde 1880 mit ca. 3.300 erreicht. Im Jahr 1938 wurde die Synagoge bei den Novemberpogromen 1938 zerstört und der trotz der Repressionen verbliebene Teil der jüdischen Bevölkerung ab 1941 überwiegend deportiert. Hauptartikel Deportation und Flucht von Juden aus Fürth Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Fürth ein DP-Lager für jüdische „displaced Persons“ eingerichtet.
Das Lager, in dem Ende 1945 bereits 850 Bewohner lebten, wurde im Juli 1950 aufgelöst. Die heutige Israelitische Kultusgemeinde Fürth befindet sich in der Blumenstraße 31. Sie hat etwa 475 Mitglieder, die sich überwiegend aus Juden der ehemaligen GUS-Staaten zusammensetzen.

Quelle: wikipedia


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